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Kinderwunschzentrum Luzern  
Neue Frauenklinik Luzern  
Luzerner Kantonsspital  
6000 Luzern 16  
Telefon 041 205 35 35  
(09.00-12.00 und 14.00-16.30)  
Fax 041 205 35 36  
sprechstunde@kinder-wunsch.ch  
www.kinder-wunsch.ch  
adresse  
trans ABKLÄRUNGEN
   
 

Die Sterilitätsabklärung bezieht von Anfang beide Partner ein und beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Ursachen für die Sterilität finden sich zu 1/3 beim Mann, zu
1/3 bei der Frau und zu 1/3 bei beiden Partnern.
Grundsätzlich müssen für eine Schwangerschaft 3 Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

  • Regelmässiger Eisprung
  • Genügend befruchtungsfähige Spermien
  • Durchgängige Eileiter

Testzyklus
In einem sogenannten Testzyklus werden einerseits am Zyklusanfang die wichtigsten Hormone und Antikörper (Infektionsschutz) im Blut bestimmt, anderseits mittels Ultraschalluntersuchungen ab dem 12. Zyklustag und weiteren Blutentnahmen in der zweiten Zyklushälfte Informationen über den Ablauf und die Qualität des Eisprungs gesammelt.
Üblicherweise wird parallel dazu auch die männliche Fruchtbarkeit mit Hilfe eines Spermiogramms (mikroskopische Untersuchung einer Samenprobe) geprüft.
Es ist auch möglich, schon während des Testzyklus die Eileiterdurchgängigkeit zu prüfen. Meist geschieht dies mittels Ultraschall oder über eine Bauchhöhlenspiegelung (Laparoskopie).

> Schematischer Ablauf vom Testzyklus (pdf zum download)

Spermiogramm
Für die Durchführung vereinbaren Sie bitte telefonisch (041 205 3604) einen Termin. Bitte füllen Sie auf dem Anmeldebogen den mittleren Abschnitt vorgängig aus. Idealerweise beträgt die Zeit seit dem letzten Samenerguss 3-5 Tage. Die Spermaprobe sollte bei Eintreffen im Labor nicht älter als 45 Minuten sein und möglichst auf Körpertemperatur (Transport im Hosensack oder unter der Kleidung). Falls Sie weiter entfernt wohnen oder nicht direkt von zu Hause kommen, können wir Ihnen auch bei uns einen diskreten Raum zur Verfügung stellen.
Beurteilt wird die Anzahl der Spermien im Samenerguss (Ejakulat), der prozentuale Anteil beweglicher Spermien und der prozentuale Anteil normal geformter Spermien.
Die entsprechenden Normwerte sind: mindestens 20 Millionen Spermien pro Milliliter Ejakulat, mind. 50% vorwärts gerichtet bewegliche Spermien und mindestens 14% normale Formen.
Da die Werte auch bei normaler Fruchtbarkeit erheblich schwanken können, empfehlen wir je nach Ergebnis zwei separate Untersuchungen im Abstand von mindestens 3 Monaten.
Bei deutlich eingeschränktem Spermiogramm empfehlen wir auch eine weitergehende Untersuchung beim Spezialisten (Urologie oder Andrologie).

> Andrologie-Sprechstunde:
Beratung und urologische Untersuchung für Männer mit einer Sterilität.
Frau PD Dr. Sigrid von Eckhardstein, Fachärztin für Gynäkologie/Geburtshilfe, Subspezialitäten Reproduktionsmedizin und Andrologie.
jeweils Dienstag Nachmittags
(Terminvereinbarung über die Nummer des Kinderwunschzentrums 041 205 35 35)


PRÜFUNG DER EILEITERDURCHGÄNGIGKEIT

Ultraschall (Kontrastmittelsonografie)
Durchführung zwischen 8. und 12. Zyklustag. Nach Darstellung des Muttermundes mit einem Scheidenspiegel (wie bei der jährlichen gynäkologischen Untersuchung) wird ein feiner Katheter in die Gebärmutterhöhle geschoben. Durch diesen Katheter wird ein Kontrastmittel gegeben, welches dann mit dem Ultraschall bei seinem Weg durch die Eileiter in die Bauchhöhle verfolgt werden kann. Die Untersuchung kann menstruationsähnliche Unterbauchkrämpfe auslösen, eine Narkose ist aber nicht erforderlich. Manchmal kommt es auch unmittelbar danach zu Übelkeit oder zu einem Blutdruckabfall. Können mit dieser Technik die Eileiter nicht eindeutig beurteilt werden, empfehlen wir meistens eine Bauchhöhlenspiegelung (Laparoskopie)

Videoclip Kontrastmittelsonografie:
Kontrastmittelsonografie

> Version für Windows Media Player (wmv 4MB)
> Version für Quick Time Player (avi 12 MB)

Bauchhöhlenspiegelung
Durchführung zwischen 8. und 12. Zyklustag, ambulant in Allgemeinnarkose. Durch einen kleinen Schnitt im Bauchnabel wird eine Optik in den Bauch geführt, mir der die ganze Bauchhöhle auf dem Bildschirm betrachtet werden kann. Die Durchgängigkeit der Eileiter wird  geprüft, indem blaue Farbe in die Gebärmutterhöhle gespritzt wird, deren Austritt dann direkt auf dem Bildschirm verfolgt werden kann. Diese Untersuchung empfehlen wir vor allem dann, wenn Hinweise für eine Endometriose (starke Schmerzen bei der Menstruation und/oder beim Geschlechtsverkehr), Narben oder Verwachsungen (Baucheingriffe in der Vorgeschichte, Eileiter-Entzündungen, Eileiter-Schwangerschaft, Chlamydien-Antikörper) bestehen, oder wenn die Kontrastmittel-Ultraschalluntersuchung nicht eindeutig war.

Meist wird gleichzeitig eine Gebärmutterhöhlenspiegelung durchgeführt.

Kontrastmittelröntgen

In speziellen Situationen kann auch im Röntgeninstitut des Kantonsspitals ein Röntgen mit Kontrastmittel durchgeführt werden.
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