Anregung der Eireifung und des Eisprungs (hormonelle Stimulation)
Ist die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch ein verspäteter oder ausbleibender Eisprung, kann er mit einer Hormonbehandlung in Form von Tabletten (Clomiphencitrat, z.B. Clomid® oder Serophene® vom 3. – 7. Zyklustag) gefördert werden. Nach der Tabletteneinnahme kontrollieren wir am 12. Zyklustag mittels Ultraschall Anzahl und Grösse der Eibläschen und lösen bei Vorhandensein eines sprungreifen Eibläschens (Follikel) den Eisprung (Ovulation) mit einer Hormoninjektion (Beta-HCG, z .B. Ovitrelle®) aus.
> Schematischer Ablauf Clomid/GV
Sind die Tabletten in der Wirkung nicht ausreichend, kann die Behandlung auch mit niedrig dosierten Hormonspritzen erfolgen (FSH, z.B. Gonal F®, Puregon® oder HMG, z.B. Menopur®, Merional®). Auch diese Injektionen beginnen in der Regel am 3. Zyklustag (spätestens am 5. Zyklustag), die erste Ultraschallkontrolle wird am 8. Zyklustag durchgeführt. Der Eisprung wird wiederum mit einer Hormoninjektion ausgelöst, sobald ein sprungreifes Eibläschen vorhanden ist. Die Spritzen (Injektionen) können mit den heutigen, modernen Präparaten auf einfache Weise direkt unter die Haut erfolgen, so dass diese nach einer entsprechenden Unterrichtung gut durch die Frau selber oder durch ihren Partner appliziert werden können.
> Schematischer Ablauf Gonal F/GV
Dadurch, dass der Eisprung medikamentös ausgelöst wird, kann gewährleistet werden, dass der Geschlechtsverkehr zum idealen Zeitpunkt, nämlich kurz vor dem erwarteten Eisprung, stattfinden kann.
Die Hormonbehandlung kann auch mit anderen Behandlungsverfahren kombiniert werden:
> Insemination
> IVF/ICSI |