trans     trans
  home    
     
 
  
  kinderwunsch
  abklärungen
  andrologische sprechstunde
  behandlungen
  insemination
  IVF / ICSI
  psychologische begleitung
  erhaltung der fruchtbarkeit
  lexikon / begriffserklärung
  literatur
  links / internetadressen
  kosten
  fragen und antworten / FAQ
  news
  informationsabende
  neue frauenklinik luzern
  team kinderwunschzentrum
  lageplan
  impressum
  kontakt
 
     
Kinderwunschzentrum Luzern  
Neue Frauenklinik Luzern  
Luzerner Kantonsspital  
6000 Luzern 16  
Telefon 041 205 35 35  
(09.00-12.00 und 14.00-16.30)  
Fax 041 205 35 36  
sprechstunde@kinder-wunsch.ch  
www.kinder-wunsch.ch  
adresse  
trans ERHALTUNG DER FRUCHTBARKEIT
   
 

Im Kinderwunschzentrum Luzern behandeln wir ungewollt kinderlos gebliebene Paare mit den modernsten Methoden. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist dabei vor allem vom Alter der weiblichen Partnerin abhängig. Es ist eine altbekannte Tatsache, dass insbesondere die weibliche Fruchtbarkeit bereits ab 25 Jahren sukzessive abnimmt und mit 45 Jahren praktisch bei null ankommt. Auch mit der Methode der In-Vitro-Fertilisation (IVF, Reagenzglasbefruchtung) kann diese biologische Gesetzmässigkeit nur bedingt durchbrochen werden: Ab dem Alter von 35 Jahren sinken auch die Erfolgsraten der IVF rapide ab. Bei Patientinnen über 43 Jahren kommen auch mit IVF kaum mehr Schwangerschaften zustande. Die Einzelfälle, über die gelegentlich in der Presse berichtet wird, sind entweder die Ausnahmen, die die Regel bestätigen, oder aber Produkte einer Eizellspende, die bekanntlich in der Schweiz verboten ist.

Immer häufiger kommt es aber vor, dass die naturgegebene Fruchtbarkeit bereits in jüngeren Jahren abnimmt, bzw. verloren geht, meist in Folge einer Operation, einer Chemotherapie oder einer Bestrahlungstherapie, die aufgrund einer Krebserkrankung oder auch einer rheumatologischen Erkrankung notwendig wird. Auch für diese häufig jungen und noch kinderlosen Patientinnen und Patienten besteht heute ein Angebot im Kinderwunschzentrum.

Seit Anfang 2010 ist das Kinderwunschzentrum Luzern Mitglied von Fertiprotekt. Dieses ist ein Netzwerk von Kinderwunschzentren in der Schweiz, Deutschland und Österreich, das im Mai 2006 gegründet wurde und heute weit über 40, überwiegend universitäre Zentren umfasst. In der Schweiz sind wir das dritte teilnehmende Zentrum (siehe auch www.fertigprotekt.ch).

Ziele des Netzwerks sind:

  • jede Patientin vor und nach einer die Fruchtbarkeit schädigenden Behandlung beraten zu können,
  • alle effektiven Behandlungsmöglichkeiten flächendeckend anzubieten,
  • die Therapiemöglichkeiten weiter zu entwickeln,
  • die Durchführung der Therapien hinsichtlich Effektivität und Kosten zu überprüfen und zu optimieren,
  • die Auswirkung der verschiedenen Chemotherapien genau zu evaluieren, um noch besser beraten zu können
  • und nicht zuletzt die psychische Be- und Entlastung durch Beratung und durch Führung der Therapien zu evaluieren.

Da die Behandlungsmöglichkeiten bei der Frau noch nicht standardisiert sind, haben sich die teilnehmenden Zentren von Fertiprotekt verpflichtet, einheitliche strenge Standards und Qualitätskontrollen zu befolgen, sowie sich an der wissenschaftlichen Evaluation zu beteiligen.

Wenn ein Mann sich einer Hodenoperation oder einer Chemotherapie unterziehen muss, haben wir die Möglichkeit, vorgängig Samen zu kryokonservieren, um damit später den Kinderwunsch erfüllen zu können. Dies ist mit Hilfe der In-Vitro-Fertilisation relativ einfach möglich.

Komplizierter ist die Situation, wenn eine Frau sich einer Ovarentfernung oder Chemotherapie unterziehen muss. Eizellen und Ovargewebe können nur operativ entnommen werden und die Techniken des Einfrierens und späteren wieder Auftauens sind wesentlich komplizierter, weshalb die Behandlung im Rahmen eines breit abgestützten Netzwerks erfolgen sollte.

Wenn eine stabile Partnerschaft vorhanden und die Behandlung nicht allzu dringend ist, das heisst einen Aufschub von einigen Wochen gestattet, kann mittels einer klassischen In-Vitro-Fertilisation behandelt und die bereits befruchteten Eizellen eingefroren werden. Unter Umständen wird mit einem abgekürzten Stimulationsprotokoll oder einem sonst speziell adaptierten Protokoll stimuliert. Einige Jahre später, wenn die Behandlung der Grunderkrankung abgeschlossen ist, können dann wie auch sonst üblich, die befruchteten Eizellen im Vorkernstadium aufgetaut und in die Gebärmutter eingesetzt werden.

Komplizierter ist die Situation, wenn keine aktuelle Partnerschaft vorhanden ist oder wenn die Behandlung keinen Aufschub erlaubt. Bis vor kurzem konnte in solchen Situationen keine Therapie angeboten werden. Heute ist es innerhalb des Netzwerks Fertiprotekt möglich, Eierstockgewebe operativ zu entnehmen und einzufrieren. Nach Abschluss der Behandlung kann das eingefrorene Eierstockgewebe aufgetaut und in den Körper der Frau retransplantiert werden. Dies kann einerseits die Hormonproduktion im Eierstock wieder in Gang bringen, andererseits aber auch den Kinderwunsch manchmal auf natürlichem Wege, oder aber über IVF möglich machen.

Vor einer Strahlentherapie des kleinen Beckens können die Ovarien operativ in einer anderen Position fixiert werden, damit sei nicht im Bestrahlungsfeld liegen.

Wichtig ist, dass diese Behandlungsoptionen mit der Patientin oder auch dem Patienten kurzfristig, aber kompetent besprochen werden, damit eine gute Entscheidung möglich ist. Dies ist umso wichtiger, als sich die Patientin oder der Patient in einer Ausnahmesituation befindet angesichts der in der Regel frisch festgestellten Grunderkrankung.

Vom Kinderwunschzentrum bieten wir an, mit den betroffenen Patientinnen oder Patienten spätestens am Folgetag der Anmeldung ein Beratungsgespräch zu führen und, falls gewünscht, die Behandlung gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit einem anderen Zentrum des Netzwerks durchzuführen. Selbstverständlich sollte die definitive Entscheidung nicht nur mit der Patientin, sondern auch interdisziplinär im Behandlungsteam abgesprochen werden. Wir suchen deshalb die Kooperation mit den anderen behandelnden Teams, wie Onkologie, Radioonkologie, Pädiatrie, Kinderchirurgie, Senologie usw.

              top l home